Patrizen- und Matrizenstempel


Für die Prägung von Münzen und Medaillen verwendet man Matrizenstempel, es sind dies Stempel, die ein negatives, vertieftes Prägebild aufweisen. Ein Patrizenstempel hat hingegen ein positives und erhöhtes Prägebild. Solche Patrizen hatten in der Münzstätte einen besonderen Wert. Die Patrizenstempel wurden nämlich meist für die Herstellung mehrerer Matrizenstempel verwendet. Während die Matrizenstempel sehr häufig als Altmaterial behandelt und weggeworfen wurden, wenn sie abgenützt oder zersprungen waren, hütete man die Patrizen sorgsam.

Betreffend die Medaille 1832 auf das 1. Jubiläum der Salzburger Emigranten in Preußen von F. König hat sich eine Patrize erhalten.
Sie zeigt die stehende Borussia, die einem vor ihr knieenden Salzburger Emigranten die Aufnahmeurkunde übergibt und schützend den Adlerschild und das Zepter über ihn hält.

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