Klemens XIII.
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Carlo Rezzonico,
der spätere Papst Klemens XIII., wurde am 7. März 1693 in Venedig
geboren. Er war zunächst Bischof von Padua und für die Ausbildung des
Klerus und in der Seelsorge tätig. Die Staatspolitik
stellte an den Papst keine hohen Ansprüche. Im Siebenjährigen Krieg
sympathisierte er mit Maria Theresia, heikel war nur die Frage nach der
polnischen Thronfolge. Nach dem Tod Augusts III. von Polen am 5.10.1763
folgte Stanislaus August Poniatowski als letzter König Polens. Unter
seinem Pontifikat setzte der Papst den immer stärker werdenden
Angriffen gegen die Jesuiten Widerstand entgegen. Die Verfolgung der
Jesuiten begann in Portugal und Spanien, griff dann auch auf Frankreich
und die sonstigen Gebiete der Bourbonen über. Es gelang dem Papst
nicht, deren Unterdrückung im Herrschaftsbereich der Bourbonen zu
begegnen. Innerkirchlich entstand ein Streit zwischen dem Papst und dem
Weihbischof Nikolaus Graf Hontheim
von Trier, der mit seiner Kampfschrift „ De statu Ecclesiae et
legitima potestate Romani Pontificis” weite Beachtung fand. Die
Schrift war unter dem Pseudonym Justinus Febronius erschienen. Die
Schrift behandelte die Bedeutung und Notwendigkeit einer
Dezentralisierung, eine Ablehnung des Papst-Absolutismus, stellte eine päpstliche
Unfehlbarkeit in Abrede und betrachtete den Papst nur als Ersten unter
Seinesgleichen. Hontheim wurde 1764 verurteilt und wurde jedem eine
zehnjährige Galeerenstrafe angedroht, der diese Schrift las. |