Benedikt XIII.
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Pietro Francesco Orsini, der spätere Papst
Bendikt XIII., wurde am 2.Februar 1649 in Gravina bei Bari geboren. Er
war der älteste Sohn des Herzogs von Gravina, verzichtete gegen den
Willen der Eltern auf alle fürstlichen Rechte und trat dem
Dominikanerorden bei. Dreiundzwanzigjährig wurde er Kardinal, dann
Erzbischof von Manfredonia, Bischof von Cesena und Erzbischof von
Benevent. Er führte stets ein asketisches Leben, sogar als Papst
bewohnte er anstelle der Prunkgemächer eine Mönchszelle. Nur
widerstrebend hatte er sich bereit erklärt, die Tiara anzunehmen. Sein Wirken diente der Hirtenpflicht und der Nächstenliebe,
weltlichen Dingen stand er fremd und unbegabt gegenüber. Auch jede
Menschenkenntnis fehlte ihm. Bald schon geriet er in eine verhängnisvolle
Abhängigkeit zu Niccolo Coscia, den er zum Kardinal machte. Dieser
missbrauchte in Bereicherungsabsicht seine Position schamlos. Scharen
von Günstlingen und Korruption machten sich breit. Am Ende des
Pontifikates betrugen die Schulden der Kurie sechzig Millionen Goldscudi.
Coscia wurde unter dem nächsten Papst abgeurteilt und in der Engelsburg
inhaftiert. |