Innozenz XIII.

 

 

Michelangelo de`Conti, der spätere Papst Innozenz XIII., wurde am 13. Mai 1655 in Poli bei Palestrina geboren. Von Jesuiten erzogen, wurde er 1706 Kardinal. Diplomatisches Geschick erwarb er sich als Nuntius in Luzern und Lissabon. Als er die Tiara erhielt, war er bereits sechsundsechzig Jahre alt und kränklich. Offenbar wollte man einen Papst mit nur mehr geringer Lebenserwartung.

Sein Pontifikat verlief politisch ruhig, sodass er sich innerkirchlichen Aufgaben widmen konnte. Entschieden trat er dem Jansenismus gegenüber. Selbst legte er Wert auf Prunk und Würde und war erklärter Gegner der Jesuiten, denen er Fehler in der Missionsarbeit vorwarf.

Kaiser Karl VI. belehnte er am 9.6.1722 mit Neapel und Sizilien, sonst passte er sich der Zeit an und versuchte ausgleichend zu wirken. Kirchliche Forderungen ließen sich in Frankreich und in den spanischen Niederlanden nach wie vor nicht durchsetzen. Innozenz XIII., der wohl nur Papst geworden war, weil  Klemens XI. zuvor lange zwanzig Jahre regiert hatte, verstarb am 7.3.1724 im Quirinal.

 

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