Klemens X.

 

 

Emilio Altieri, der spätere Papst Klemens X., wurde am 13. Juli 1590 in Rom geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Rom wurde er 1626 Bischof von Camerino und war als Nuntius in Polen tätig. Als er die Tiara erhielt, war er bereits achtzig Jahre alt.

Sein Pontifikat verlief ohne bedeutende Ereignisse. Schon bald nach der Wahl überließ Klemens X. die Regierung dem Kardinal Paluzzi Altieri, der seine Position dazu nutzte, für seine Familie Reichtümer anzusammeln. König Ludwig XIV. brach den Frieden von Aachen, der damit nur vier Jahre Bestand hatte. Er fiel in Holland ein. Ein neuer europäischer Kriegsherd drohte. Der Kaiser, Spanien und Holland schlossen sich zur Haager Allianz gegen Frankreich zusammen und rückten an den Rhein vor. Polen, in dieser Zeit von den Türken bedroht, konnte einen entscheidenden Sieg bei Chocim am Dnjestr erringen. Der Papst unterstützte den polnischen König Johann Sobieski dabei finanziell und in dem - allerdings vergeblichen - Bemühen, Kaiser Leopold I. zu einem Bündnis mit Polen zu bewegen. Am 24.8.1674 konnte Sobieski die Türken bei Lemberg nochmals vernichtend schlagen und damit die Gefahr bannen.

Klemens X. verstarb am 22.Juli 1676.

 

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