Klemens IX

 

Giulio Rospigliosi, der spätere Papst Klemens IX., wurde am 28. Jänner 1600 in Pistoia geboren. Nach dem Studium der Philosophie und der Theologie in Pisa übte er dort für zwei Jahre eine Lehrtätigkeit aus. Ab 1644 war er als Nuntius in Spanien, unter Alexander VII. dann als Staatssekretär tätig und wurde schließlich 1657 Kardinal von San Sisto.

Weder Spanien noch Frankreich erhoben Einsprüche gegen seine Wahl. Der künftige Papst war von allen wegen seines Charakters, seiner Untadeligkeit und tiefen Religiosität geachtet.

Klemens war bestrebt, zwischen Frankreich und Spanien zu vermitteln. Ludwig XIV. war denn auch am 2.4.1668 zu einem Frieden (von Aachen) bereit, wohl aber nicht nur wegen der Vermittlungsversuche des Papstes, sondern vor allem wegen der drohenden Haltung der Allianz gegen ihn. Immer wieder verwies der Papst auf die drohende Türkengefahr und stellte eine päpstliche Flotte, die der belagerten Festung Candia auf Kreta zu Hilfe kam. Der Streit um den Jansenismus wurde vom friedliebenden Klemens ebenfalls beigelegt. Der dichterisch hoch begabte Papst schrieb auch Theatergeschichte. Besuche und Ausspeisungen von Armen und Kranken, die er persönlich vornahm, hoben sein Ansehen und seine Beliebtheit im Volk. Der nur zwei Jahre regierende Klemens verstarb am 9.Dezember 1669 und wurde allgemein tief betrauert.

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