Alexander VII.
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Fabio Chigi, der spätere Papst Alexander
VII., wurde am 13. Februar 1599 in Siena geboren. Er war der Sohn einer
reichen Bankiersfamilie. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie
trat er 1628 in den päpstlichen Dienst, war ab 1635 Inquisitor auf
Malta und ab 1639 Nuntius in Köln. Während seines Pontifikates kam es zum ersten
offenen Konflikt zwischen Frankreich und dem Papsttum. Der französische
Kardinalminister Mazarin, erklärter Gegner des Papstes, wollte Ludwig
XIV. als neuen römischen Kaiser gewählt wissen, während der Papst
für den Habsburger Leopold, der schließlich aus der Wahl hervorging,
eintrat. Mazarin stand mit dem Rheinbund, zu dem sich katholische,
protestantische und calvinistische Reichsfürsten zusammenschlossen,
gegen Habsburg und verbündete sich mit dem Engländer Cromwell. Die
Auseinandersetzung mit Frankreich ließ Alexander kaum Zeit, sich mit
rein kirchlichen Belangen zu beschäftigen. Er verurteilte aber die
Grundsätze des Laxismus und den Jansenismus. König Ludwig XIV. besetzte das päpstliche
Avignon und das Venassain. Auch Pisa musste kapitulieren. Der Friede von
Pisa im Jahr 1664 sicherte den Einfluss Frankreichs gegenüber dem Papst
und war mehr ein Diktat als ein Friede. Der fromme und tugendhafte Papst verstarb am
22.5.1667. Bereits zu Lebzeiten hatten sich ein Sarg und ein Totenkopf
in seinem Zimmer befunden, um auf die Vergänglichkeit alles Irdischen
hinzuweisen. |