Innozenz X.
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Giambattista Pamfili, der spätere Papst
Innozenz X., wurde am 7. Februar 1574 in Rom geboren. Er war Nuntius in
Spanien und ab 1627 Kardinalpriester von San Eusebio. Während des gesamten Pontifikates stand
Innozenz unter dem beherrschenden Einfluss seiner Schwägerin Olimpia
Maidalachini, die sich trotz der schlechten finanziellen Situation nach
der Misswirtschaft der Barberini erheblich bereicherte. Die
Barberini-Nepoten flohen nach Frankreich unter den Schutz des
Kardinalministers Mazarin, um der Verfolgung zu entgehen. Der Sohn
Olimpias und ein Neffe wurden nun Kardinäle, Erpressungen und
Schiebungen aller Art griffen Platz und Kardinäle und Diplomaten
suchten die Gunst der mächtigen Olimpia. Dass ein derart abhängiger und schwacher
Papst in den entscheidenden Jahren, die dem Westfälischen Frieden
vorausgingen, kaum anerkannt war, liegt auf der Hand. Er konnte so auch
nicht verhindern, dass der Westfälische Frieden, der den
Dreißigjährigen Krieg beendete, eigentlich zum Nachteil der Katholiken
abgeschlossen wurde. Dieser Friede anerkannte nämlich die Augsburger
Konfession und sämtliche Säkularisierungen zu Lasten der Katholiken.
Der Grundstein für diese Situation war allerdings schon unter Urban
VIII. gelegt worden, der sich mehr seinen nepotistischen
Familieninteressen gewidmet hatte, als der europäischen Problematik.
Innozenz erklärte zwar den Westfälischen Frieden mit der Bulle „Zelus
domini dei” für null und nichtig, diese konnte aber politisch nichts
bewirken. Sowohl der Kaiser als auch Frankreich und Spanien nutzten die
Gunst der Stunde, das Exklusionsrecht zu festigen, das heißt, dem
Verbot, einen nicht genehmen Kandidaten von der Papstwahl
auszuschließen, Geltung zu verschaffen. Neuerlich wurde der Jansemismus
in Frankreich verurteilt. Als der oft launenhafte Papst am 7. Jänner
1655 starb, raffte Olimpia das restliche Gold und sonstige Werte an
sich. Die Bestattungskosten wollte sie nicht übernehmen, sodass der
Papst tagelang in einem Abstellraum unbestattet verblieb, bis er endlich
ein armseliges Grab in der Kirche Sant`Agnese erhielt. |
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