Gregor XV.
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Alessandro Ludovisi, der spätere Papst Gregor
XV., wurde am 9.Jänner 1554 in Bologna geboren. Er war der Sohn des
Grafen Pompeo Ludovisi. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie
in Rom und der Rechtswissenschaften in Bologna wurde er 1612 Erzbischof
von Bologna und 1616 Kardinalpriester von San Maria Traspontina. Unter seinem Pontifikat machte sich ebenfalls
Nepotismus breit. Gregor verschaffte seiner Familie zwei Herzogtümer
und durch kluge Heiratspolitik vier Fürstentümer. Schon bald übertrug
er die Mehrheit der Regierungsgeschäfte an seinen Neffen Ludovico
Ludovisi, der zum Kardinal avancierte. Der bereits kränkliche Papst
hatte gemeinsam mit ihm vor, die geschwächte Position der Protestanten
zu nutzen und die Rekatholisierung voranzutreiben. In Böhmen konnte
dies auch erreicht werden. Im Laufe des Pontifikates gab der Papst
Kaiser Ferdinand II. und der Liga über eine Million Goldgulden. Über
Drängen Gregors erhielt Maximilian I. von Bayern die dem besiegten
Friedrich V. von der Pfalz aberkannte Kurwürde. Auch in Frankreich
machte die katholische Restauration zunehmend Fortschritte. Im
Widerspruch zu den Tendenzen einer religiösen Erneuerung stand der
Hexenerlass vom 20.März 1623, der neuerlich die Hexenverfolgung
legalisierte. Papst Gregor XV. starb am 8.Juli 1623.
Für
künftige Papstwahlen hatte er die geheime Wahl eingeführt. |