Klemens VIII.

 

Ippolito Aldobrandini, der spätere Papst Klemens VIII., wurde am 24. Februar 1536 in Fano geboren. Nach Studium der Rechtswissenschaften war er päpstlicher Legat im polnischen Erbfolgestreit.

Mit ihm begann im Kirchenstaat das Zeitalter des Barock. Nepotismus machte sich neuerlich breit. Vier Familienmitglieder wurden zu Kardinälen erhoben. Der Papst, der zwar als sehr fromm überliefert ist, liebte prunkvolle Repräsentationen und schmälerte dadurch empfindlich die Staatsfinanzen.

Wenige Monate nach Antritt des Pontifikates begann der Vorstoß der Türken in Ungarn gegen die Festung Bihac. Dieser neue Türkenkrieg dauerte vierzehn Jahre.

Zwischen England, Frankreich und Spanien gelang endlich ein Frieden und erhielt Heinrich IV. die päpstliche Absolution. Ferrara wurde für den Kirchenstaat gewonnen. Der spanische Jesuit Luis da Molina löste mit seiner Schrift den sogenannten Gnadenstreit aus. Seine Lehre besagte, dass die göttliche Gnade die menschliche Willensfreiheit nicht ausschließe und stand damit im Widerstreit mit der anerkannten Lehre des Thomas von Aquin.

Klemens VIII. verstarb am 3.März 1605.                                                                              

 

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