Gregor XIV.
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Niccolo Sfondrato, der spätere Papst Gregor
XIV., wurde am 11. Februar 1535 in Mailand geboren. Sein Vater war der
Mailänder Senator und spätere Kardinal Francesco Sfondrato - einer der
Berater Kaiser Karls V. - der nach Paul III. fast die Tiara erlangt hätte.
Nach Studien der Rechtswissenschaften wurde der Sohn im Jahre 1560
Bischof von Cremona und 1583 Kardinal. Er führte stets ein asketisches
mönchisches Leben und sicherte sich die Freundschaft von Carlo Borromeo
und Filippo Neri. Er galt bereits unter Zeitgenossen als Heiliger. Politisch ohne Weitblick und unerfahren, übertrug
er die Staatsgeschäfte an seinen Neffen Paolo Camillo Sfondrati, den er
zum Kardinal und Staatssekretär erhob. Er unterstützte Spanien gegen
Heinrich IV. von Frankreich und stellte auch päpstliche Truppen. Am
3.6.1591 verhängte er über Heinrich den päpstlichen Bann. Der unter
Papst Sixtus V. sanierte und auf vier Millionen Dukaten aufgestockte
Staatsschatz ging fast zur Gänze für die Kriegsführung in Frankreich
auf, die für den Kirchenstaat zudem nichts bewirkte. |