Gregor XIII.

 

Ugo Boncompagni, der spätere Papst Gregor XIII., wurde am 1. Jänner 1502 in Bologna geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bologna erfolgte 1558 die Weihe zum Bischof von Vieste, 1565 wurde der auch als Legat in Spanien eingesetzte und von Natur aus heitere und lebenslustige Mann auch Kardinalpriester von San Sisto. Als Papst blieb er schlicht und achtete stets auf Würde. Nepotismus gab es unter ihm kaum. Lediglich seinem Sohn kaufte er ein Herzogtum und eine Grafschaft.

Der Beginn des Pontifikates war überschattet von der „Bartholomäusnacht”, in der auf Befehl Karls IX. von Frankreich die führenden Hugenotten hingerichtet wurden. Frankreich weigerte sich nach wie vor, die Dekrete des Konzils von Trient anzuerkennen. Bestrebt, England zur alten Kirche zurückzuführen, bedrängte der Papst Philipp II., gegen England Krieg zu führen, verbündete sich sogar mit dem Seeräuber Thomas Stukely, um Aufstände zu schüren, und billigte auch Pläne zur Ermordung Elisabeths. Als Förderer der Künste ließ er in Rom zur Verschönerung zahlreiche Brunnen und Bauten entstehen, dies, obwohl die Staatsfinanzen derartige Vorhaben kaum zuließen. Missionen der Jesuiten in Asien, Amerika und Afrika wurden ebenso unterstützt wie archäologische Vorhaben. 1582 kam es zu einer Kalenderreform, die das Kalenderjahr mit dem astronomischen Sonnenjahr in Einklang brachte. Die Bullen „Vices eius nos” und „Sancta mater ecclesia” brachten verpflichtende Predigten für Juden und regelten die Konvertion aus dem Judentum, alles in allem ein Mittel der Geldbeschaffung.Gregor ist der Begründer des Collegium Germanicum-Ungaricum und der Universita Gregoriana.

Der stets schlichte und aufrechte Papst Gregor XIII. verstarb am 10.April 1585.

 

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