Pius V.

 

 

Antonio Michele Ghislieri, der spätere Papst Pius V., wurde am 17. Jänner 1504 in Bosco bei Alessandria geboren. Unter Paul IV. war er, ein Dominikaner,  Großinquisitor der Römischen Kirche und wurde  über Fürsprache des einflussreichen Kardinals Carlo Borromeo schließlich am 7.Jänner 1566 zum Papst gewählt.

Während des Pontifikates galt sein Augenmerk der kirchlichen Reform und vor allem der Ketzerverfolgung. Regelmässige Hinrichtungen und Verbrennungen fanden statt. Der Papst erachtete es als seine Pflicht, die Dekrete des Konzils von Trient konsequent durchzuführen. Selbst führte er ein mönchisches Leben. Er achtete streng auf die Einhaltung des Zölibats, der Residenzpflicht und der Klausur. Hingegen werden ihm ungenügende Menschenkenntnis und politischer Unverstand nachgesagt.

Gegen den Widerspruch Kaiser Maximilians II. erhob er Cosimo I. de`Medici zum Großherzog der Toskana und erklärte 1570 Elisabeth I. von England für abgesetzt und verbannte sie. Diese Bulle zog zudem verstärkte Katholikenverfolgungen in England nach sich. Pius V. war sogar an der misslungenen Verschwörung zugunsten der gefangenen Maria Stuart beteiligt. In Frankreich unterstützte er die Katholiken gegen die Hugenotten, deren Eindringen in Italien er fürchtete. Über Jahre erstreckte sich der Inquisitionsprozess gegen den Primas von Spanien, Erzbischof Bartolome Carranza von Toledo. Der Heiligen Liga gelang in der Seeschlacht von Lepanto der entscheidende Sieg über die Türken. Auch die Verfolgung der Juden wurde mit der Bulle „Hebrorum gens sola” fortgesetzt.

Pius V. verstarb am 1. Mai 1572. Er wurde am 22. 5. 1712 durch Papst Klemens XI. heiliggesprochen.

 

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