Julius III.
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Giovanni Maria Ciocchi del Monte San Savino,
der spätere Papst Julius III., wurde am 10. September 1487 in Rom
geboren. Er kam nach Studien in Perugia und Siena als Kammerherr an den
päpstlichen Hof. Zunächst Bischof von Siponto erhob ihn Paul III.1536
zum Kardinal. Als päpstlicher Legat eröffnete Giovanni das Konzil von
Trient. Während seines Pontifikates gab er sich
vornehmlich weltlichen Genüssen hin. Kartenspiele um hohe Summen,
Jagden, Stierkämpfe, Maskeraden und Feste standen an der Tagesordnung.
Es wird ihm nachgesagt, dass er einen Affenwärter nach Adoption durch
seinen Bruder zum Kardinal machte. Außenpolitisch versuchte der Papst neutral zu
bleiben und eher zu vermitteln. Krieg führte er gegen Ottavio Farnese,
den Enkel seines Vorgängers, der außer Piacenza auch noch Parma zu
nehmen drohte. Obwohl viel Geld für diesen Krieg ausgegeben wurde,
konnte der Papst den Konflikt nicht für sich entscheiden und ging Parma
an Ottavio. Das Konzil zu Trient wurde mit weiteren fünf Sitzungen
wieder aufgenommen. Am 23. März 1555 verstarb der leichtlebige
und den Künsten zugetane Papst, der dem Kirchenstaat keinen Nutzen
gebracht hatte. |