Klemens VII.

 

Giulio de`Medici, der spätere Papst Klemens VII., wurde am 26.5.1478 in Florenz geboren. Er war Neffe des Lorenzo il Magnifico und des Leo X., der ihn zum Vizekanzler machte. Am 19. November 1523 ging er als Sieger einer zwischen der französischen und der kaiserlichen Partei heftig geführten Wahl hervor.

Sein Pontifikat brach mit der auf Frieden und Reform aufgebauten Regierungslinie Hadrians. Eine unentschlossene und wankelmütige Politik führte zu einer empfindlichen Schwächung des Kirchenstaates. Karl V. und Franz I. wurden, jeweils den Verhältnissen angepasst, diplomatisch berechnend gegeneinander ausgespielt. Ein Verhalten, das letztlich dazu führte, dass Rom von den kaiserlichen Truppen erobert und der Papst in der Engelsburg sieben Monate lang gefangen gehalten wurde. Nach seiner Freilassung floh er nach Orvieto. Nachdem sich das Kriegsglück gegen die Franzosen zu wenden schien, sah Klemens seinen Vorteil wieder auf Seiten des Kaisers und kam es 1529 zur Aussöhnung. Er krönte Karl V. am 24.2.1530 in Bologna; es sollte die letzte Kaiserkrönung durch einen Papst sein. England sagte sich nach der Heirat von Heinrich VIII. mit Ann Boleyn und nach dessen Exkommunikation von der Mutterkirche los, der Ruf nach einem Konzil wurde immer lauter. Nach dem Augsburger Reichstag eroberte der Kaiser für den Papst Florenz zurück. Für diesen Krieg mussten zwei Millionen Dukaten aufgewendet werden, die durch Steuern und Ämterverkauf hereingebracht wurden. Der Papst wandte sich allerdings gegen die Grausamkeiten der spanischen Inquisition und stellte sich schützend vor die Juden. Als Klemens am 25.September 1534 verstarb, wurde dies von vielen mit Erleichterung aufgenommen.

 

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