Hadrian VI.
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Hadrian Florensz d`Edel, der spätere Papst
Hadrian VI., wurde am 2.3.1459 in Utrecht geboren. Als Sohn armer Eltern
studierte er an der Universität von Löwen Theologie, lehrte sodann von
1491 bis 1507 und wurde Erzieher und Ratgeber Karls V. Er war Regent von
Spanien, Generalinquisitor von Aragon, Kastilien, Navarra und Leon und
wurde 1517 Kardinal. Wohl wegen seiner Sittenstrenge und im Hinblick auf
seine bedeutende politische Stellung wählte man ihn zum Papst. Bei Antritt des Pontifikates stand er vor den
Trümmern des Kirchenstaates. Sparsamkeit musste Platz greifen, Reformen
waren dringend nötig. Am Nürnberger Reichstag ließ er durch seinen
Legaten die Schuld an der Kirchenspaltung und die Zerstörung der abendländischen
Glaubenseinheit offen bekennen, was ihm Feindschaft und Spott seitens
der Kurie einbrachte. Als ehemaliger Erzieher und Ratgeber Karls V.
nicht ohne Einfluss auf diesen, gelang es Hadrian jedoch nicht, eine
Einigung zwischen dem Kaiser und Franz I. herbeizuführen. Wenn er auch
anfänglich den Beitritt zu einer Offensivliga gegen die Franzosen
verweigerte, zwangen ihn die Verhältnisse dazu, sich einer Defensivliga
anzuschließen, da Franz I. den nächsten Feldzug gegen Italien
vorbereitete. Am 14. September 1523 verstarb Hadrian nach
nur kurzer Regierungszeit, die von Bescheidenheit und Pflichtbewusstsein
geprägt war. |