Julius II.
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Giuliano della Rovere, der spätere Papst Julius II., wurde am 5.Dezember 1443 in Albinona bei Savona geboren. Er war der Sohn mittelloser Eltern und ein Neffe des Sixtus IV. Im Jahre 1468 trat er dem Franziskanerorden bei, 1471 erfolgte die Weihe
zum Kardinal. Während der Zeit seines Intimfeindes Alexander VI. floh
er ins Exil nach Frankreich. Durch Bestechung anlässlich der Wahl
erlangte er schließlich für sich die Tiara. Er war Papst des 1512 einberufenen fünften Laterankonzils und Freund Bramantes, Michelangelos und Raffaels. Er konnte Familien, die von Cesare Borja und dessen Vater vertrieben wurden, wieder mit der Kurie versöhnen. Julius war ein Papst, der gegensätzlich zu den Borgia erscheinen wollte, in Wahrheit aber - wenn auch in einem anderen Sinn - deren Unternehmungen fortsetzte. |
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| Papst Julius II. | Wappen |
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Als Staatsmann und Feldherr von den Feinden
gehasst und von Freunden und Nepoten gefürchtet, betrieb er die
Sicherung und Ausdehnung des zersplitterten Kirchenstaates. So versuchte
er, die Romagna dem Kirchenstaat einzuverleiben, musste aber zusehen,
wie die herrenlose Provinz größtenteils an Venedig ging, während er
selbst nur wenige Städte erhielt. Julius verjagte in einem Feldzug die
Tyrannen von Perugia und Bologna und verleibte sich deren Gebiete ein.
Danach schloss er sich der Liga von Cambrai gegen Venedig an. Durch die
Gründung der Heiligen Liga gegen Frankreich konnte er seine Macht über
Teile Norditaliens ausdehnen. In einem weiteren Feldzug wandte er sich gegen
Ferrara. Parma, Piacenza und Reggio wurden dem Kirchenstaat einverleibt.
Im Jahre 1506 gründete Julius die Schweizergarde, die Uniformen sollen
auf Michelangelo zurückgehen. Als großer Förderer der Renaissancekunst
plante er den Bau des Petersdoms nach Plänen von Bramante und wurde
1506 der Grundstein gelegt. Kurz vor seinem Tod war die Decke der
Sixtinischen Kapelle von Michelangelo fertiggestellt, der auch ein
monumentales Grabmal für Julius schuf, das jedoch nur zum Teil
fertiggestellt wurde. Sorgen des Papstes galten ferner der
aufsteigenden Macht Spaniens. Julius II. wollte Italien Frieden bringen
und als Politiker und Mäzen Staat, Kultur und Geist vereinen. Er
verstarb am 21.Februar 1513.
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