Maximilian II.

 

Maximilian, Erzherzog von Österreich, König von Böhmen 1562, römisch deutscher König 1562, König von Ungarn 1563 und römisch deutscher Kaiser 1564, wurde am 31. Juli 1527 in Wien geboren. Seine Eltern waren Kaiser Ferdinand I. und Anna, Tochter des Königs Wladislaw II. von Böhmen und Ungarn. Am 13.9.1548 heiretete er Maria, Tochter des Kaisers Karl V., in Valladolid/Spanien. Der Ehe entstammen 16 Kinder: Anna, Ferdinand, Rudolf II., Ernst, Elisabeth, Marie, Matthias, ein totgeborener Sohn, Maximilian, Albrecht, Wenzel, Friedrich, Marie, Karl Margarete und Eleonore. Maximilian wurde am spanischen Hof seines Onkels Karl V. erzogen und begleitete diesen auch im Schmalkaldischen Krieg. Er gelobte zwar dem Vater, katholisch zu bleiben, blieb innerlich aber immer Protestant, sympathisierte demgemäß mit dem Gedankengut der Reformation und bemühte sich um eine freie Ausübung der Religionen. In den Jahren 1548 bis 1550 war er Statthalter in Spanien.

 

Die Eltern Maria

 

Wichtige politische Meilensteine waren seine Krönung zum böhmischen König am 14.5.1562 im St.Veits-Dom in Prag, die Wahl und Krönung zum römisch deutschen König am 24.11.1562 in Frankfurt, die Krönung zum ungarischen König in Pressburg am 16.7.1563 und schließlich die Wahl zum römisch deutschen Kaiser am 25.7.1564. Aufgrund der Erbfolgeregelung nach dem Vater fielen ihm die Verwaltung von Österreich ob und unter der Enns, von Hallstatt und des Salzkammergutes zu, ferner die Nachfolge in Böhmen und Ungarn. Sein Bruder Erzherzog Ferdinand erlangte hingegen die Regierung in Tirol und den habsburgischen Vorlanden und sein Bruder Erzherzog Karl die Regierung in der Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Triest und Istrien.

 

Kaiser Maximilian II. Erzherzog Karl

 

Die Regierungszeit Kaiser Maximilians begann zunächst ruhig. Allerdings war auch er mit der Abwehr der Türken befasst. Gegen sie kämpfte er seit 1566 ohne nennenswerten Erfolg. 1568 schließlich konnte mit ihnen unter Sultan Selim II. ein achtjähriger Waffenstillstand vereinbart werden. Am 16.8.1570 wurde im Vertrag von Speyer der Zwist mit Johann Siegmund Zapolya von Ungarn beigelegt. Unter Verzicht auf den Titel eines Königs von Ungarn konnte Maximilian II. Siebenbürgen als habsburgisches Lehen behalten. 1573 wurde Maximilan in Konkurrenz zu Stephan IV.Bathory auch noch zum König von Polen gewählt, konnte sich gegen diesen letztlich aber nicht durchsetzen. Der Kaiser verstarb am 12.10.1576 in Regensburg an einer Nierenkolik. Er ist in der Metropolitankirche im St.Veits-Dom in Prag beigesetzt.