Maximilian I.
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Maximilian,
Erzherzog von Österreich, römisch deutscher König 1486, römisch deutscher
Kaiser 1493, wurde am 22. März 1459 in Wiener Neustadt geboren. Seine
Eltern waren Kaiser Friedrich III., und Eleonore, Tochter des Königs
Eduard von Portugal. Er gilt als „der letzte Ritter“ und verkörpert
den Umbruch vom Mittelalter zur Neuzeit. Am 19.8.1477 hielt er in Gent Hochzeit mit Maria, der Erbtochter Karls des Kühnen von Burgund, die jedoch schon früh (27.3.1482) an den Folgen eines Sturzes vom Pferd in Brügge verstarb. Maria ist in der Liebfrauenkirche in Brügge/Belgien beigesetzt. Aus der Ehe waren drei Kinder, Philipp der Schöne, Margarete und Franz hervorgegangen. Die Erbansprüche Maximilians auf die burgundischen Besitzungen (unter anderem das Herzogtum und die Freigrafschaft Burgund, die Herzogtümer Lothringen und Luxemburg, die Niederlande und die Picardie) wurden ihm von König Ludwig XI. von Frankreich streitig gemacht und mussten in einem jahrelangen Krieg verteidigt werden. Im Vertrag von Senlis (1493) musste Maximilian schließlich nur das Herzogtum Burgund und die Picardie Frankreich überlassen. Die habsburgischen Erblande konnten nach dem Tod des Königs Matthias I. Corvinus von Ungarn rückgewonnen werden (1490), im Frieden von Pressburg gelang die Sicherung der habsburgischen Erbfolge in Ungarn und Böhmen. |
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| Maria von Burgund | Maximilian I. und Blanka Maria | Papst Julius II. |
| Am
16.3.1494 heiratete er in Hall/Tirol Blanka Maria, Herzogin von Mailand,
Tochter des Herzogs Galeazzo Maria Sforza, die ebenfalls früh (1510)
verstarb. Blanka Maria ist in der Klosterkirche des Stiftes Stams/Tirol
beigesetzt. Aus dieser Ehe gibt es keine Kinder. Allerdings ist anzumerken,
dass Maximilian I. viele uneheliche Kinder hatte. 1496
verheiratete er seinen Sohn Philipp den Schönen mit Johanna der Wahnsinnigen
von Kastilien und Aragonien, weiters 1497 seine Tochter Margarete
mit dem Infanten Johann von Kastilien und Aragon, dem Bruder der Johanna
der Wahnsinnigen. Damit wurde die habsburgische Herrschaft in Spanien
eingeleitet, da Prinz Johann bereits am 4.10.1497 verstarb. Wichtige
politische Meilensteine im Leben Maximilians waren der Zugewinn Burgunds
zum Hause Habsburg durch die Hochzeit mit Maria (19.8.1477), die Wahl
zum römisch deutschen König am 16.2.1486, die Königskrönung am 9.4.1486
in Aachen, die Übernahme der Regierungsgeschäfte in Tirol und den
Vorlanden im März 1490 infolge Abdankung und Verzichtes seitens des
Herzogs Siegmund von Tirol, die Rückeroberung des seit 1.6.1485 besetzten
Wien am 19.8.1490, die Erbfolge nach dem Vater in alle habsburgischen
Besitzungen nach dem Tode Friedrichs III. am 19.8.1493, durch die
Heiratspolitik der Jahre 1496/97 die Erlangung der Anwartschaft auf
Spanien und letztlich am 6.2.1508 die Annahme des römisch deutschen
Kaisertitels im Dom zu Trient. Da Venedig Maximilian den Zugang zu
Italien verwehrte, musste dieser den Kaisertitel ohne Krönung durch
den Papst Julius II., aber mit dessen Zustimmung annehmen. Fortan
nannte sich Maximilian I. nun „Erwählter Römischer Kaiser“. Im Jahre
1515 setzte er seine Heiratspolitik durch Vermählung seines Enkels
Ferdinand mit Anna, der Tochter des Königs Wladislaw II. von Böhmen
und Ungarn und seiner Enkelin Marie mit Ludwig II., dem Sohn des Königs
Wladislaw II.fort. Dadurch entstanden erbrechtliche Ansprüche des
Hauses Habsburg auch auf Böhmen und Ungarn. |