Das Geschlechtswappen des Erzbischofs Sigismund III. Graf von Schrattenbach 

 

 

Das Wappen ist im Hauptschild zweimal gespalten, einmal geteilt, wodurch sechs Felder entstehen; Herzschild mit Stammwappen. Der Herzschild zeigt im schwarzen Feld einen goldenen Schrägrechtsfluss, im linken Obereck einen goldenen Stern, im rechten Untereck einen aufrecht gestümmelten, rechts mit drei goldenen Blättern besetzten goldenen Ast. Im Hauptschild: 1 gespalten, vorn in Gold ein halber schwarzer Adler am Spalte, hinten in Silber vier rote Schräglinksbalken; 2 in Rot zwei silberne Hände, die Daumen nach innen gekehrt; 3 in dem von Gold und Schwarz neunmal geteilten Feld ein grüner Schrägrechtsbalken; 4 in Silber ein grüner Lorbeerkranz; 5 in Silber ein schwarzes schwebendes Tatzenkreuz; 6 in Rot ein schwarzer Löwe.

Das ursprüngliche Schrattenbach-Wappen wurde durch das der erloschenen Familie der Herren van der Dörr oder Dürr vermehrt, sodass es wohl als das komplizierteste Salzburger Fürstenwappen bezeichnet werden kann. Die Heraldiker weichen in der Beschreibung dieses Wappens vielfach voneinander ab, und zwar nicht nur hinsichtlich der Farben, sondern auch hinsichtlich der Wappenfiguren. Selbst die Darstellung des Wappens aus der Regierungszeit Schrattenbachs zeigt Varianten. So findet man zum Beispiel statt des Astes auch ein Kleeblatt oder einen Hügel.

Obiges Farbwappen und das nachfolgende Münzwappen ist mit dem Salzburger Stiftswappen kombiniert.

Das Geschlecht der Schrattenbach, manchmal auch als Schratenbach oder Schrotenbach geschrieben, soll in der Mitte des 15. Jahrhunderts aus Franken in die Steiermark eingewandert sein. Die Familie erhielt im Jahre 1558 das Freiherrndiplom. Gleichzeitig wurde ihr das Ober-Erb-Vorschneider-Amt des Herzogtums Steiermark verliehen. Die Familie wurde am 12.10.1649 in den Grafenstand erhoben.