Das Geschlechtswappen des Erzbischofs Ernst von Bayern

 

 

Der gevierte Schild des Geschlechtswappens enthält im ersten und vierten Feld auf Schwarz den goldenen, doppelschwänzigen, rotgekrönten und bewehrten pfälzischen Löwen, im zweiten und dritten Feld die bayrischen Rauten in Silber und Blau. Das Wappen wird vielfach vereinfacht, also nicht in allen vier Feldern dargestellt. Ernst bediente sich oft eines von gebrochenen Bogenlinien umschlossenen, der halbrunden Form entlehnten Schildes ohne weitere Ausschmückung. Es fehlt an den bischöflichen Insignien, da er die Priesterweihe nie empfing.

Obiges Farbwappen und das nachfolgende Münzwappen ist mit dem Salzburger Stiftswappen kombiniert.

Ernst von Bayern war der dritte und somit jüngste Sohn des Herzogs Albrecht IV. von Bayern. Aus dynastischen Überlegungen war er zur geistlichen Laufbahn bestimmt, verweigerte aber zeitlebens die höheren Weihen. Nur einmal wurde mit Ernst ein bayrischer Prinz zum Salzburger Landesfürsten berufen. Unter Wolf Dietrich von Raitenau wurde vom Domkapitel der Beschluss gefasst, weder österreichische noch bayrische Prinzen zu erwählen.