Salzburgs Frühgeschichte

 

Alexander von Humboldt: "Die Gegenden von Salzburg, Neapel und Constantinopel zähle ich zu den schönsten der Erde." 

Salzburg, in der Mitte des europäischen Festlandes gelegen, kann aufgrund des Gebirgscharakters nur etwa ein Fünftel des Bodens als Siedlungsraum nutzen. Die klimatischen Verhältnisse im Land veränderten sich in den letzten 1200 Jahren stark. War es bis in das Spätmittelalter noch relativ warm, kühlte das Klima bis zum 17. Jahrhundert so stark ab, dass viele hochgelegenen Almen im ewigen Schnee lagen. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts trat wieder eine Erwärmung ein. Salzburg war über tausend Jahre lang eine der mächtigsten Diözesen Europas. Es bestand als geistliches Fürstentum bis 1803, regiert von einem Fürsterzbischof. Die Stadt Salzburg, der Geburtsort von Wolfgang Amadeus Mozart, auch als "Deutsches Rom" bezeichnet, mit seiner prachtvollen Altstadt, der Festung Hohensalzburg und den vielen Kirchen und Palästen, zieht alljährlich Besucherströme an. Heute nimmt das Erzbistum Salzburg hinter Wien den zweiten Rang ein.

Frühgeschichte

Als Mitteleuropa vor eineinhalb bis zwei Millionen Jahren besiedelt wurde, herrschte Eiszeit. Aus der Altsteinzeit sind der Bärenhorst am Untersberg, die Durchgangshöhle am Schlenken (mit von Menschen bearbeiteten Knochenfunden aus ca. 50 000 vor Chr.) und eine Bärenhöhle bei Golling-Torren nachgewiesen. Menschliche Siedlungsspuren in Salzburg sind somit schon seit der Altsteinzeit belegt. Der bisher älteste Grabfund Österreichs, das Kindergrab aus der Elsbethener Zigeunerhöhle, geht auf die Zeit um 7 000 vor Chr. zurück. In Salzburgs Stadtteil Maxglan fand man an drei Stellen Geräte aus Feuerstein aus der mittleren Steinzeit. Im Stadtgebiet von Salzburg haben sich die Menschen der Jungsteinzeit vorwiegend auf geschützten Höhen niedergelassen, so am Ostabfall des Kapuzinerberges, auf dem Südhang des Mönchsberges und vor allem auf dem Rainberg. In der Umgebung wurden der Hellbrunnerberg, der Adneter Riedl, der Georgenberg bei Kuchl etc. besiedelt. Aus der jüngeren Steinzeit liegen aus dem ganzen Land zahlreiche Funde vor. Es gab auch bereits eine Salzgewinnung aus natürlichen Solequellen. Das Kupfervorkommen in der Gegend um Bischofshofen und Mühlbach machte Salzburg zum größten Kupferproduzenten der Bronzezeit. In der älteren Eisenzeit (bis ca. 400 vor Chr.) begann am Dürrnberg der Untertageabbau von Salz. Kurz danach, in der jüngeren Eisenzeit, nahm dieser Salzabbau am Dürrnberg schon industrielle Züge an. Auf Salzburger Boden hatten sich keltische Stämme, die Alaunen vor dem Pass Lueg und die Ambisonter im Pinzgau angesiedelt. In den Hohen Tauern wurde bereits zu dieser Zeit im Waschverfahren Gold gewonnen.

<-- Back